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Zitat der Woche: Gott und der Fußball

von Fabienne Kinzelmann

»Fußball ist eine große Religion«, Goddy Leye

Die Zeremonie hat begonnen

Vor einer Woche fiel der Startschuss für die WM 2010, die halbe Welt scheint jetzt aus dem Häuschen und mit den Gedanken im weit entfernten Südafrika zu sein. Dort zelebrieren die teilnehmenden Fußball-Mannschaften den Kult auf dem grünen Rasen und ihre Anhänger feiern via Public Viewing mit.

Es erinnert stark an einen Gottesdienst: Wie jede ordentliche Liturgie beginnt ein Fußballspiel mit Gesängen. Die Stadtmannschaften haben ihre Lieder, die Nationalmannschaften gleich ganze Hymnen. Wohl keinem Fußball-Fan würde es je einfallen, allein ins Stadion zu gehen; zum gemeinsam feiern, Bier trinken und (stoß-)beten versammelt man sich in großer Runde. Dann erfolgt der feierliche Einzug der handelnden Personen. … weiterlesen

20 Juni, 2010 Kommentare deaktiviert für Zitat der Woche: Gott und der Fußball

Im Zentrum der Piusbruderschaft

von Andreas Spengler, Sophie Rebmann, Susan Djahangard, Mitarbeit: Jan Spreitzenbarth

Wochenlang waren sie in den Schlagzeilen, als Holocaustleugner, katholische Fundamentalisten, Hetzer und Scharfmacher gegen Andersgläubige: die Piusbrüder. Unsere Autoren Sophie Rebmann, Susan Djahangard und Andreas Spengler wagten den Besuch im deutschen Hauptsitz der Bruderschaft in Stuttgart

Pater Andreas Steiner sah seine Kirche schon in Flammen stehen. Panisch rief er beim SWR-Studio an: „Sie müssen klar machen, dass wir das zurücknehmen, dass es uns leidtut, dass wir das so nicht sagen wollten!“ Einer der führenden Piusbrüder hatte bei einem Interview den islamischen Propheten Mohammed beleidigt.

Steiner konnte sich die Reaktionen der islamischen Bevölkerung bereits ausmalen. Doch diesmal hatten die Piusbrüder Glück: Der SWR entschärfte das Zitat.

Mit diesem Tag war für den Medienbeauftragten der Piusbruderschaft ein Tiefpunkt erreicht: Furchtbar seien die letzten Wochen und Monate gewesen, wie ein Tsunami war die Medienmeute über die Bruderschaft hereingebrochen. Alle wollten sie Bilder, Interviews, Erklärungen.

Doch was war geschehen? … weiterlesen

10 Februar, 2010 Kein Kommentar

Leben mit leichtem Herzen

von Sabrina Kurth

„So glücklich wie ich, gibt es keinen Menschen unter der Sonne“, rief Hans im Glück, nachdem er alles verloren hatte. Doch die Sparkasse-Werbung „Mein Haus, mein Auto, mein Boot“ behauptet, nur wer Geld hat, wird glücklich. Woher kommt also das Glück? Und wem geben die alten Philosophen recht: Hans oder der Sparkasse?

Der vermutlich erste Philosoph, der eine komplette Glücksphilosophie entworfen hat, war Aristippos von Kyrene (435–355 v. Chr.). Für ihn ist Glück gleichbedeutend mit Lustgewinn. Das heißt: Alles, was dem Körper und der Seele gut tut, bringt Glück. Dabei unterscheidet er nicht zwischen verschiedenen Formen von Lust. Ob wir uns über einen warmen Sommerregen freuen, ein schönes Geburtstagsgeschenk oder die Geburt der kleinen Schwester, für Aristippos hätte das alles dieselbe Qualität. Sein Ziel war es, die Lust zu maximieren und keinen Schmerz zu haben. Ob andere dabei Glück empfinden, war nebensächlich. Was für ihn zählte, war nur das eigene Glück. Der einfachste Weg sei, so Aristippos, so viel Reichtum wie möglich anzuhäufen. 1:0 also für die Bankmethode. … weiterlesen

9 Februar, 2010 Kein Kommentar

Aktuelle Print-Ausgabe (NOIR 19)

Nachbarn kann man sich zwar nicht aussuchen, aber man kann ihnen begegnen. Und das tun wir von den unterschiedlichsten Seiten: Wie leben Nachbarn in Andalusien, im Nahen Osten, im Klassenzimmer? Außerdem geht es in der NOIR um Hamster-Missverständnisse, Streber-Opas und plötzlichen Postboten. Ihr lest von den Kriegsnarben in Bosnien-Herzegowina und zwei Studentinnen, die spontan im Westjordanland einen Dokumentarfilm gedreht haben. Besser nicht verpassen.
Viel Spaß beim Lesen! »

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