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Wege aus dem Chaos

von Miriam Kumpf

Symbolfoto: "Jan-Henrik Dobers" / www.jugendfotos.de, CC-Lizenz(by-nc)

Der Durchschnitts-Bundesbürger verbringt viel zu viel Zeit damit Dinge zu suchen und aufzuräumen. Das ist wertvolle Zeit, die viel sinnvoller genutzt werden könnte. Wenn man ein bisschen ordentlich wäre. Miriam Kumpf hat versucht, mit der Hilfe eines Ratgebers mehr Ordnung in ihr Leben zu bringen.

Aller Anfang ist schwer

„Sie können sich nicht gut organisieren.“ Ich schlucke. Der Satz sitzt. Ist es wirklich so schlimm? Okay. Ich liebe mein kreatives Klebezettelchaos: An der Wand kleben die verschiedensten Post-it’s, auf meinem Schreibtisch liegt ein Schmierzettel mit to do’s und einige Aufgaben habe ich in meinem Terminkalender notiert. Ich mache immer mindestens fünf Dinge parallel und anstehende Aufgaben packe ich grundsätzlich erst last minute an (schaffe es aber immer!) und muss dann Nachtschichten einlegen. Eigentlich kommt mir mein Leben ziemlich organisiert vor. Es klappt ja immer alles. Irgendwie.

Doch der Selbsttest in Claudia Nussbaums Ratgeber „300 Tipps für mehr Zeit“ hält mir den Spiegel vor. Und nach dem Schockergebnis geht das Drama mit dem „Wie gestresst sind sie?“-Test weiter. „Sie leiden eindeutig unter akutem Stress. Ziehen Sie die Notbremse, sonst droht ein totaler Burn-out.“ Oh je. Noch dazu erfahre ich im „Rechts- oder Linkshirner“-Test, dass ich mich als eindeutiger Rechtshirner gegen Termine und Planungen sträube und am liebsten an fünf Aufgaben gleichzeitig arbeite.

Stimmt. Und jetzt soll mir dieser Ratgeber helfen, ein geplanteres Leben zu führen. … weiterlesen

24 August, 2010 Kommentare deaktiviert für Wege aus dem Chaos

Mehr Glück als Verstand?

von Georgia Hädicke

Ratgeber boomen und versprechen Hilfe in allen Lebenslagen. Georgia Hädicke ist unglücklich und schreibt bald eine Klausur. Hilfe muss her

„Glück ist genauso gut wie Verstand, wenn es funktioniert“, hat ein kluger Mensch mal gesagt. Wenn ich mich richtig erinnere, war es ein älterer Herr in einem Krimi aus dem Mittagsprogramm bei Kabel 1. Es sind noch drei Tage bis zu meiner letzten Klausur und ich denke an den älteren Herrn, weil mir mein Verstand bei dieser letzten Hürde nicht viel helfen wird. Glück muss her. In größeren Mengen, wenn möglich. … weiterlesen

10 Februar, 2010 Kein Kommentar

Leben mit leichtem Herzen

von Sabrina Kurth

„So glücklich wie ich, gibt es keinen Menschen unter der Sonne“, rief Hans im Glück, nachdem er alles verloren hatte. Doch die Sparkasse-Werbung „Mein Haus, mein Auto, mein Boot“ behauptet, nur wer Geld hat, wird glücklich. Woher kommt also das Glück? Und wem geben die alten Philosophen recht: Hans oder der Sparkasse?

Der vermutlich erste Philosoph, der eine komplette Glücksphilosophie entworfen hat, war Aristippos von Kyrene (435–355 v. Chr.). Für ihn ist Glück gleichbedeutend mit Lustgewinn. Das heißt: Alles, was dem Körper und der Seele gut tut, bringt Glück. Dabei unterscheidet er nicht zwischen verschiedenen Formen von Lust. Ob wir uns über einen warmen Sommerregen freuen, ein schönes Geburtstagsgeschenk oder die Geburt der kleinen Schwester, für Aristippos hätte das alles dieselbe Qualität. Sein Ziel war es, die Lust zu maximieren und keinen Schmerz zu haben. Ob andere dabei Glück empfinden, war nebensächlich. Was für ihn zählte, war nur das eigene Glück. Der einfachste Weg sei, so Aristippos, so viel Reichtum wie möglich anzuhäufen. 1:0 also für die Bankmethode. … weiterlesen

9 Februar, 2010 Kein Kommentar

Aktuelle Print-Ausgabe (NOIR 19)

Nachbarn kann man sich zwar nicht aussuchen, aber man kann ihnen begegnen. Und das tun wir von den unterschiedlichsten Seiten: Wie leben Nachbarn in Andalusien, im Nahen Osten, im Klassenzimmer? Außerdem geht es in der NOIR um Hamster-Missverständnisse, Streber-Opas und plötzlichen Postboten. Ihr lest von den Kriegsnarben in Bosnien-Herzegowina und zwei Studentinnen, die spontan im Westjordanland einen Dokumentarfilm gedreht haben. Besser nicht verpassen.
Viel Spaß beim Lesen! »

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