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Musik – Lagerfeuer – Spaß haben

von Meike Krauß

Foto: Ann-Katrin Wieland

Die Bahn fährt langsam ab. Eine Person schaut aus dem Fenster und Regen tropft zum monotonen Brummen des Motors. Zu dieser Filmszene passt die Musik von Tim Neuhauser, der vor Pohlmann die Gäste in der Röhre unterhält. Leise Gitarrenklänge, eine sanfte Stimme und langgezogene Töne charakterisieren die Musik von dem Gitarristen (Akustik), der gemeinsam mit Christoph (E-Gitarre) in rotes Licht getaucht auf der Bühne steht. Es ist der erste Auftritt von ihnen auf der Tour und das merkt man auch. Im Takt wippen beide mit Kopf und Oberkörper auf und ab. Sie wirken etwas verloren vor dem großen Falken an der Wand, der den Auftritt von Pohlmann ankündigt.

Es ist leer auf der Bühne, als sich ein einzelner Scheinwerfer auf das Toursymbol richtet. Klatschende Fans begrüßen die Band, die gemütlich auf die Bühne schlendert. Dabei ist auch der Tour Lemur, ein kleiner Stoffaffe, den der Sänger auf dem Rücken trägt. „Moin Moin! Es ist schön, wieder hier zu sein“, ist das erste, was er lachend ins Mikrofon spricht. Als nächstes folgen die Textzeilen „Gut So“, dem sechsten Song auf seinen neuen Album „König der Strasse“.

Spätestens jetzt ist klar, was Tim Neuhauser gefehlt hat. Ingo Pohlmann hat eine unglaubliche Ausstrahlung, wie er lässig auf seinem Hocker sitzt mit der Gitarre in der Hand und sich die blonden Haare aus dem Gesicht schüttelt. Noch vier weitere Musiker stehen mit ihm auf der Bühne, darunter ein Cello Spieler, der jedem Song einen besonderen Klang gibt. Im Kontrast zur Vorband ist die Musik sehr laut. Teilweise zu laut und störend bei besonders gefühlvollen Texten. Manchmal passt die perfekte Kuschelrockstimme nicht zu Schlagzeug und Bass. „Nun kommen wir zu einer (…) Zeit, da sind wir noch mit Planwagen durch die Gegend gezogen“, erzählt Pohlmann grinsend und singt „Wenn es scheint, dass nichts gelingt.“ Ein Song, der vom ersten Album stammt. Sein drittes Werk „König der Strasse“ ist am 17. September erschienen. … weiterlesen

19 November, 2010 Kommentare deaktiviert für Musik – Lagerfeuer – Spaß haben

Der „König der Straßen“ – Pohlmann

von Ann-Katrin Wieland

„König der Straßen“ – liest man den Titel des neuen Albums des Sängers und Songwriters Pohlmann, denkt man an die Einfachheit von Straßenmusik. Denn Pohlmann steht für einfache und gefühlvolle deutsche Texte, begleitet von seiner Akustikgitarre. Man erinnere sich nur an seinen größten Hit „Wenn jetzt Sommer wär“, der dank seiner Gitarre so leicht und locker wie eben diese Jahreszeit klingt. Doch schon zu Beginn des dritten Albums bei dem gleichnamigen Titel „König der Straßen“ erklingt in den ersten Sekunden eine E-Gitarre. Was ist passiert? Pohlmanns Texte erhielten durch den Produzenten Ralf Mayer (u.a. Clueso, Fantastischen Vier) eine neue Note. Ihn lernte er während seines dreijährigen Schaffensprozesses für das Album kennen. Den Einfluss des Produzenten hört man besonders beim elften Track „Ich schließe meine Augen“. So erinnern die langsamen Beats an die Musik seines Schützlings Clueso. Für jemanden, der Pohlmanns vorherige Alben kennt, ist diese neue Richtung fremd und man denkt im ersten Moment, dass die neue Platte nicht so berauschend ist. Wenn man sich jedoch einmal rein gehört hat, verschwinden die Zweifel ein wenig. Die Themen sind dieselben geblieben, was seine Musik ausmacht und an ihr begeistert. Vor allem wenn Pohlmann live auftritt, identifizieren sich die Zuhörer mit seinen Texten. So verlieben sie sich nach mehrmaligem Hören vor allem in die Songs „Die Welt zerbricht“ und „Für dich“. Sowohl die Texte als auch die Melodien stimmen einfach. Sie machen neugierig darauf die neuen Tracks bei der anstehenden Tour im November 2010 dann live zu hören. … weiterlesen

17 September, 2010 Kommentare deaktiviert für Der „König der Straßen“ – Pohlmann

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