Home » Kleidung » Letzte Artikel:

Style Diaries

von Alexander Schmitz

Modeblogs zeigen auf dem größten Catwalk, dem Internet, was auf der Straße getragen wird und diskutieren die neuste Haute Couture und Prêt-à-porter. Anfangs von der Modebranche belächelt,  sitzen Modeblogger inzwischen bei Modenschauen in der ersten Reihe. 44 junge Blogger stellt das Buch „Style Diaries“ vor.

Modetrends wurden früher in den Modehochburgen Paris, Mailand und New York erschaffen; von den Laufstegen und Trends berichteten Hochglanzmagazine. Doch die Modewelt hat sich gewandelt: Junge Modeinteressierte erstellen Blogs, laden dort Fotos von ungewöhnlichen Kleidern und einzigartigem Stil hoch und diskutieren darüber, sowie über die neuen Kollektionen der Modehäuser. Weltweit können sich so Modeaffine unabhängig austauschen. Diese Entwicklung nennt die Autorin des Buches Simone Werle „Demokratisierung der Mode“.

„The ingredients to this revolution in clothing are rather simple. A blog, a camera, and a healthy dose of personal style have proven to be more than enough for the democratization of fashion”, Simone Werle

„Style Diaries“ stellt Modeblogger von Berlin bis Tokio vor. Die Street-Style-Fotos des Bildbandes zeigen innovative Outfits und regen dazu an, über seinen eigenen Kleidungsstil nachzudenken.

Zu empfehlen ist es denjenigen, die gerne ein Buch in der Hand halten und eine Fashionblog-Zusammenstellung suchen.  Teilweise vier Bilder auf einer Seite von 13 mal 19 Zentimeter sind etwas klein. Ob allerdings ein Buch zu einem Thema, das so schnelllebig wie Mode und Blogs ist, sinnvoll ist, sei dahingestellt. Wer sich ausführlicher dafür interessiert, klickt sich ausgehend von Webseiten wie Stil in Berlin oder Les Mads durch die in der Blogroll aufgelisteten Fashionblogs.

(Werle, Simone: Style Diaries. Prestel, September 2010)

19 Oktober, 2010 1 Kommentar

Kurz. Knapp. Sexy.

von Anna Ruppert

Kaum wird es Sommer ist er wieder da: Der Minirock

Foto: "Bina Schneider" / www.jugendfotos.de, CC-Lizenz(by)

Was ist kurz, knapp und sexy? Das kann doch nur der Minirock sein. Der ist heute noch so aktuell wie in den 60ern, als Frauen sich erstmals wagten so ein knappes Kleidungsstück zu tragen. Doch rockt der Mini immer noch oder ist er einfach nur peinlich?

Während heute Stars wie Britney  Spears mit gürtelbreiten Röcken ohne etwas drunter aus dem Auto steigen und der ganzen Welt einen Blick in ihren Intimbereich präsentieren, hatte der Mini anfänglich eine ganz andere Bedeutung. Als die britische Modeschöpferin Mary Quant den Mini in den sechziger Jahren zur Welt brachte, führte sie eine gesellschaftliche Revolution herbei: Das Kleidungstück war so gewagt, dass es einen Skandal auslöste und für weibliche Reize und Emanzipation gleichermaßen stand. Außerdem stärkte er das Selbstbewusstsein vieler Frauen und brachte die  Sechziger noch viel mehr in Schwung.

Doch wie kam Mary Quant überhaupt auf die Idee, ein so skandalöses Kleidungsstück zu erfinden? Die Mode der 50er Jahre war zu spießig und prüde gewesen. Als dann auch noch Coco Chanel behauptete, der hässlichste Körperteil eines Menschen sei das Knie, schnitt die Designerin Mary Quant protestierend ihre Röcke einfach bis zu zehn Zentimetern über dem Knie ab und verkaufte sie so in ihrem Laden in London. … weiterlesen

28 Juni, 2010 1 Kommentar

Unterwegs mit allen Sinnen

von Alice Watmann

Der Sommer ist da. Die Sonne lädt dazu ein, nach und nach unsere Hüllen fallen zu lassen. Manche Menschen verzichten auf ein ganz besonderes Kleidungsstück: die Schuhe

Sila Mnatwa ist eine begeisterte Barfuß-Läuferin. Seit fünf Jahren erkundet die im Kreis Stuttgart wohnende Frau bereits regelmäßig mit nackten Fußsohlen die Umgebung. Etwas Herrlicheres als den Boden direkt zu spüren und durch den Tastsinn etwas über seine Beschaffenheit zu erfahren, gibt es ihrer Meinung nach kaum: „Wenn ich meine Schuhe ausziehe, fühle ich mich, als würde zu meinen bisherigen Sinnen ein weiterer hinzukommen.“ Ob Kies, Gras und Sand, all diese alltäglichen Dinge erlebe Sila plötzlich viel intensiver. „In diesen Momenten zählt nur das Hier und Jetzt. Alles andere erscheint nebensächlich.“

Doch die Meinung der blondhaarigen Frau scheint nicht jeder zu teilen. „Viele Leute schauen mich schräg an, wenn ich ohne Schuhe durch die Stadt laufe.“ Gespräche hätten ihr gezeigt, dass Barfußlaufen oft als eklig oder unhygienisch verpönt ist. Verstehen will Sila diese Vorurteile aber nur teilweise. Sie wasche ihre Füße schließlich nach jedem ihrer Spaziergänge. … weiterlesen

10 Februar, 2010 Kein Kommentar

Aktuelle Print-Ausgabe (NOIR 19)

Nachbarn kann man sich zwar nicht aussuchen, aber man kann ihnen begegnen. Und das tun wir von den unterschiedlichsten Seiten: Wie leben Nachbarn in Andalusien, im Nahen Osten, im Klassenzimmer? Außerdem geht es in der NOIR um Hamster-Missverständnisse, Streber-Opas und plötzlichen Postboten. Ihr lest von den Kriegsnarben in Bosnien-Herzegowina und zwei Studentinnen, die spontan im Westjordanland einen Dokumentarfilm gedreht haben. Besser nicht verpassen.
Viel Spaß beim Lesen! »

Kategorien