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Das Kaffee-Phänomen

von Sophie Rebmann

Foto: Sophie Rebmann

„Coffee-to-go“ oder „Coffee-to-stay“ – der Blick über den Kaffetassenrand und die Wellen, die er schlägt

Mein SMS-Klingelton meldet sich, ein Blick aufs Handy: „I am going for a coffee, you wana come?“

Zeit für einen Kaffee hat hier jeder. Mit Freunden trifft man sich mindestens ein Mal am Tag in einem der unzähligen Cafés, trinkt und plaudert über das Leben. Vorbeilaufende Freunde halten zumindest für ein kurzes Gespräch an oder setzen sich einfach dazu und genießen an schönen Tagen die Sonnenstrahlen auf den Terrassen der Cafés, die sich an jeder Straße entlangreihen. Beim Kellner wird ein „Kaffe“ oder ein „verlängerter Kaffe“, etwa doppelt so groß wie der normale, bestellt. Cappuccinos gibt es auch, die Versuche meines Freundes, einen Latte Macchiato zu erhalten, scheiterte kläglich: Hier wird eben viel Kaffee getrunken, aber nicht vielseitig. So kostet der Kaffee auch fast überall 1,50 KM, umgerechnet 75 Cent. Dazu wird ein Glas Wasser serviert; manche Leute bringen sich ihre Kekse oder Chips dazu selbst mit, denn schließlich wird hier lang gesessen.

Wenn ich an Sonnentagen ab 16 Uhr die Straße entlanglaufe, sind die Cafés, die sie säumen, voll besetzt mit lachenden und redenden Menschen. Einige lesen Zeitung, sehr beliebt ist der Horoskopteil, oder beobachten die Passanten. „In der Universität lernst du, dass jedes Geschäft über Kaffee abgeschlossen wird“, erklärte mir mein Chef schon früh nach meiner Ankunft in Bosnien. Und tatsächlich haben wir den Mietvertrag für meine Wohnung in einem Café besprochen.

Während die Hollywoodstreifen den schnellen Kaffee der „westlichen“ Welt verbreiten, jedes Mal wenn sich wieder eine gehetzte, schick gekleidete Businessfrau auf dem Weg ins Büro, die Handtasche in der einen und den „Coffe-to-go-Becher“ in der anderen durch den Verkehr kämpft, sitzen die Menschen in Bosnien neben der Straße im Café. Mindestens eine Stunde lang genießen sie das „Sitzen“ über einer Tasse Kaffee an sich. Den „to-Go“ Becher habe ich bis jetzt nur an der Fensterscheibe eines Cafés gesehen, das ihn als Neuheit anpries. Denn wenn ein Kaffee während der Arbeitszeit getrunken wird, läuft einer der Angestellten ins nächstgelegene Café, bestellt ein paar Tassen und nimmt diese auf einem Tablett mit ins Geschäft, von wo sie später zurückgetragen werden. … weiterlesen

22 November, 2010 Kein Kommentar

Glücksmacher Schokolade?!

von Benjamin Leiser

Für viele Menschen ist Schokolade ein Dickmacher. Das liegt daran, dass die süße Versuchung reich an Zucker und Fett ist. Doch was ist dran an der Behauptung, dass Schokolade glücklich macht? Tatsächlich haben Wissenschaftler in Schokolade verschiedene Stoffe entdeckt, die sich positiv auf unsere Stimmung auswirken. Zum einen enthält Schokolade die Aminosäure Tryptophan, die im menschlichen Gehirn in den Botenstoff Serotonin umgewandelt wird. Serotonin verursacht gute Laune und hellt unsere Stimmung auf.

Des Weiteren regt das aus den Kakaobohnen stammende Koffein unseren Kreislauf an und löst eine Erhöhung des Blutdrucks aus. Sogar Anandamid, ein ähnlicher Rauschstoff wie er in der Hanfpflanze vorkommt, konnten Forscher in Schokolade nachweisen.

Allerdings ist umstritten, ob Schokolade ein Glücksmacher ist, da die genannten Stoffe nur in sehr geringen Mengen in der Schokolade vorhanden sind. Andere Lebensmittel hingegen, wie zum Beispiel Bananen, Walnüsse und Tomaten enthalten deutlich mehr Serotonin. Diese sind genauso wenig als Glücksmacher bekannt wie Kaffee, der viel mehr Koffein als Schokolade enthält.

9 Februar, 2010 Kein Kommentar

Aktuelle Print-Ausgabe (NOIR 19)

Nachbarn kann man sich zwar nicht aussuchen, aber man kann ihnen begegnen. Und das tun wir von den unterschiedlichsten Seiten: Wie leben Nachbarn in Andalusien, im Nahen Osten, im Klassenzimmer? Außerdem geht es in der NOIR um Hamster-Missverständnisse, Streber-Opas und plötzlichen Postboten. Ihr lest von den Kriegsnarben in Bosnien-Herzegowina und zwei Studentinnen, die spontan im Westjordanland einen Dokumentarfilm gedreht haben. Besser nicht verpassen.
Viel Spaß beim Lesen! »

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