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Zitat der Woche: Niedriger IQ, hohe Steuer!

von Kai Mungenast

»Ich bin für Intelligenztests bei Einwanderern.«, Peter Trapp, Berliner Abgeordnetenhaus, in der BILD

"Lisanne Döll" / www.jugendfotos.de, CC-Lizenz(by-nc)

Typischer Montagmorgen: Die Freude aus dem Wochenende nach dem grandiosen 4:1-Fußballsieg unserer Nationsmannschaft bei der Weltmeisterschaft in Afrika über die englische Mannschaft gerät in den Medien langsam in den Hintergrund, da reist ein Berliner Politiker einen neuen Graben in Deutschland auf. Gegenüber der BILD-Zeitung forderte Peter Trapp neue Kriterien bei der Zuwanderung. Diese Forderung ist nicht neu, sie wird schon lange in allen Parteien diskutiert und ist nicht von der Hand zu weisen, schließlich erscheint manche bisherige Regelung undurchsichtig.

Trapp wagt sich mit seinem Vorschlag einen weiteren Schritt nach Vorne: Eine Einwanderung müsse seiner Ansicht nach dem Staat nützen. Einen Nutzen ziehe der Staat aus Einwandern, die mit einer guten Berufsausbildung und einer entsprechenden fachlichen Qualifikation einreisen. Weiter: Trapp fordert die Intelligenz der Einwanderer mit einem Test zu prüfen.

Damit fordert Trapp einen grundlegenden Wendepunkt des jahrelangen Verständnisses von Einwanderung. Wahren es bisher vor allem humane Gründe (beispielsweise um Menschen aus Kriegs- oder Katastrophenregionen Schutz zu gewähren und ihnen ein Aufwachsen und Leben in Sicherheit zu gewährleisten), weshalb wir unsere Gemeinschaft für Menschen aus anderen Ländern öffneten, blickt seine Forderung eigensinnig nur auf das Wohl unserer Gemeinschaft. Nicht der, der Hilfe braucht, kann sich auf Deutschland verlassen, sondern der, der uns hilft. Sicher, für die Einwanderung muss es Regeln geben und jeder Bürger, ob hier geboren oder nicht, muss sich in die Gemeinschaft der Bundesrepublik einbringen. Doch: Kapitale Bedingungen dürfen nicht vor humanen Bedingungen stehen. Liebe Sozialverbände, liebe Sozialpolitiker aller Parteien und liebe Kirchen, ich erwarte einen Aufschrei!

Vergessen hat Trapp bei seiner Forderung, mit welchem Maßstab er die Intelligenz messen möchte. Ab welchen IQ ist ein Einwandern erlaubt? Misst sich dieser Maßstab an den unserem Bundesdurchschnitt? Oder vielleicht sogar an den Spitzenpolitikern in Berlin? Und was, wenn wir feststellen, dass bei manch einem von uns ein solcher Intelligenztests zu einem denkbar niedrigen Ergebnis führt? Vielleicht wäre dann ein gestuftes Steuersystem ein daraus folgender Vorschlag eines Politikerkollegen: Je niedriger der IQ-Wert, desto höher die Steuer für die Staatskasse? Diese Forderung müssen wir hoffentlich nicht ernsthaft diskutieren und können uns wieder anderen Problemen widmen.

Eine der besten Antworten auf diese Forderung hatte der baden-württembergische Ministerpräsident Stefan Mappus bei der CDU-Regionalkonferenz in Bühl gegeben, die auch hier ihre Gültigkeit hat: „Am Samstag zwischen 12 und 16 Uhr ist die beste Zeit für all diejenigen, die sonst nichts zu sagen haben.“ Ein Parteikollege aus der Basis in Baden ging mit seiner Forderung sogar noch einen Schritt weiter: „Wie wäre es für manche Politiker mit einem Seminar mit dem Titel ‚Einfach mal die Klappe halten‘?“

Noir Online – Zitat der Woche (Kommentar)

„Ich bin für Intelligenztests bei Einwanderern.“ (Peter Trapp, Berliner Abgeordnetenhaus, in der BILD)

Typischer Montagmorgen: Die Freude aus dem Wochenende nach dem grandiosen 4:1-Fußballsieg unserer Nationsmannschaft bei der Weltmeisterschaft in Afrika über die englische Mannschaft gerät in den Medien langsam in den Hintergrund, da reist ein Berliner Politiker einen neuen Graben in Deutschland auf. Gegenüber der BILD-Zeitung forderte Peter Trapp neue Kriterien bei der Zuwanderung. Diese Forderung ist nicht neu, sie wird schon lange in allen Parteien diskutiert und ist nicht von der Hand zu weisen, schließlich erscheint manche bisherige Regelung undurchsichtig.

Trapp wagt sich mit seinem Vorschlag einen weiteren Schritt nach Vorne: Eine Einwanderung müsse seiner Ansicht nach dem Staat nützen. Einen Nutzen ziehe der Staat aus Einwandern, die mit einer guten Berufsausbildung und einer entsprechenden fachlichen Qualifikation einreisen. Weiter: Trapp fordert die Intelligenz der Einwanderer mit einem Test zu prüfen.

Damit fordert Trapp einen grundlegenden Wendepunkt des jahrelangen Verständnisses von Einwanderung. Wahren es bisher vor allem humane Gründe (beispielsweise um Menschen aus Kriegs- oder Katastrophenregionen Schutz zu gewähren und ihnen ein Aufwachsen und Leben in Sicherheit zu gewährleisten), weshalb wir unsere Gemeinschaft für Menschen aus anderen Ländern öffneten, blickt seine Forderung eigensinnig nur auf das Wohl unserer Gemeinschaft. Nicht der, der Hilfe braucht, kann sich auf Deutschland verlassen, sondern der, der uns hilft. Sicher, für die Einwanderung muss es Regeln geben und jeder Bürger, ob hier geboren oder nicht, muss sich in die Gemeinschaft der Bundesrepublik einbringen. Doch: Kapitale Bedingungen dürfen nicht vor humanen Bedingungen stehen. Liebe Sozialverbände, liebe Sozialpolitiker aller Parteien und liebe Kirchen, ich erwarte einen Aufschrei!

Vergessen hat Trapp bei seiner Forderung, mit welchem Maßstab er die Intelligenz messen möchte. Ab welchen IQ ist ein Einwandern erlaubt? Misst sich dieser Maßstab an den unserem Bundesdurchschnitt? Oder vielleicht sogar an den Spitzenpolitikern in Berlin? Und was, wenn wir feststellen, dass bei manch einem von uns ein solcher Intelligenztests zu einem denkbar niedrigen Ergebnis führt? Vielleicht wäre dann ein gestuftes Steuersystem ein daraus folgender Vorschlag eines Politikerkollegen: Je niedriger der IQ-Wert, desto höher die Steuer für die Staatskasse? Diese Forderung müssen wir hoffentlich nicht ernsthaft diskutieren und können uns wieder anderen Problemen widmen.

Eine der besten Antworten auf diese Forderung hatte der baden-württembergische Ministerpräsident Stefan Mappus bei der CDU-Regionalkonferenz in Bühl gegeben, die auch hier ihre Gültigkeit hat: „Am Samstag zwischen 12 und 16 Uhr ist die beste Zeit für all diejenigen, die sonst nichts zu sagen haben.“ Ein Parteikollege aus der Basis in Baden ging mit seiner Forderung sogar noch einen Schritt weiter: „Wie wäre es für manche Politiker mit einem Seminar mit dem Titel ‚Einfach mal die Klappe halten‘?“

28 Juni, 2010 Kommentare deaktiviert für Zitat der Woche: Niedriger IQ, hohe Steuer!

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