Home » Freizeit » Letzte Artikel:

Grüne, rote, weiße Gesichter

von Ronja Most

Foto: Europa-Park Freizeit- und Familienpark Mack KG

Einen Tag hinter die Kulissen des Medienstandortes Rust schauen. Dabei öffneten sich der Jugendpresse Türen, die alltäglichen Besuchern meist verschlossen bleiben.

Lautes Geschrei, Menschenmassen und verführende Gerüche – das ist es, was ein Besucher im Europapark als erstes wahrnimmt. Das bedrohende Rauschen der Achterbahnen ist nicht zu überhören. Neben den riesigen Stahl-Skeletten der Achterbahnen kommt man sich nahezu zwergenhaft vor. Doch die Jugendpresse hat sich vorgenommen, vor beängstigenden Schallwellen und schwindelerregenden Höhen nicht zurückzuschrecken, immer auf der Suche nach dem puren Adrenalin-Kick.

Dass es im Europapark aber nicht nur junge Vergnügte, sondern auch ältere gibt, beweist die Unterhaltungsshow „Immer wieder Sonntag“. Bereits um 10 Uhr morgens kommt Alt und Alt zusammen, um unter Palmen bekannten Schlagersängern zu lauschen. Die Teilnehmer der Recherchefahrt setzten sich auf die unbequemen Sitze ohne Rückenlehne, zwischen das Meer aus grauem Haar. Die älteren Menschen waren alle außer Rand und Band – das Jungblut hier kaum zu übersehen; mit sorgenvoller Miene verfolgten Recherchefahrt-Teilnehmer das Spektakel. Hier also sollten sie die nächsten Stunden verbringen? Doch im Laufe der Aufnahme wurden auch sie vom Enthusiasmus der Zuschauer gepackt. Man könnte „Immer wieder Sonntag“ heutzutage als Kirchen-Ersatz bezeichnen: Stefan Mross spielt die Rolle des Pfarrers, einfaches Playback tritt an die Stelle von Kirchenliedern und buntes Konfetti ersetzt den Blumenstrauß auf dem Altar. … weiterlesen

12 September, 2010 Kommentare deaktiviert für Grüne, rote, weiße Gesichter

Top, die Wette gilt!

von Clara Dupper

Foto: LJR (Irene L. Bär)

Die vier Fraktionen des Landtags von Baden-Württemberg und der Landesjugendring haben am vergangenen Dienstag eine Wette geschlossen: Die Fraktionen schaffen es nicht, symbolisch ein ganzes Zeltlager zu organisieren.

Bis Oktober haben die Abgeordneten Zeit, um die Wette zu gewinnen. Dazu müssen sie Ferienfreizeiten der Jugendverbände und Jugendringe besuchen. Pro Besuch bekommen sie ein Puzzleteil. Sollten sie ein vollständiges Puzzle vorlegen, bekochen sie die Köche der Ferienfreizeiten in der Mittagspause vor dem Landtag. Die Fraktion der Grünen will im Fall einer Niederlage die Jugendlichen nach Berlin einladen, die CDU ihnen selbst Spaghetti kochen, die FDP den Jugendlichen einen Tag Einblick in die Arbeit der Parlamentarier geben und die SPD mit der gesamten Fraktion und den Jugendlichen sowie einem prominenten Gast ein Essen organisieren. Neben Abgeordneten waren Jugendliche der Zeltlagerteams, Vertreter der Presse und des Radios an der Veranstaltung anwesend. Schirmherr der Aktion, Pierre M. Krause, Moderator von SWR3 latenight eröffnete die Wette mit den Worten “Top, die Wette gilt” und schüttelte anschließend jedem Fraktionsvorsitzenden die Hand. Zuvor waren die Abgeordneten gefordert.

Sie wurden getestet, ob sie aus den verschiedenen Puzzleteilen ein fertiges Puzzle gelegt bekommen. Anfangs gestaltete sich die Aufgabe schwierig, zum Ziel kamen letztendlich aber alle Fraktionen. Die Idee der Wette entstand durch die Kampagne des Landesjugendrings “Sommerfeeling oder Lagerkoller – PolitikerInnen im Praxistest”. Mit dieser macht der Landesjugendring diesen Sommer auf die Freizeitarbeiten der Jugendverbände und Ringe in Baden-Württemberg aufmerksam. Geschätzte 175.000 Kinder und Jugendliche nehmen an den rund 5.000 Freizeiten und Zeltlagern der Jugendverbände und Jugendringe teil. Die Arbeit der vielen ehrenamtlich helfenden Jugendlichen und jungen Erwachsenen sollen die Abgeordneten durch ihren Besuche in den Freizeiten miterleben. Dadurch entsteht die Möglichkeit mit den Abgeordneten zu diskutieren und ihnen vor Ort zu zeigen, was die jungen Menschen leisten.

Weitere Informationen und Termine zur Kampagne gibt es unter www.ljrbw.de/kampagne2010

16 Juli, 2010 3 Kommentare

Aktuelle Print-Ausgabe (NOIR 19)

Nachbarn kann man sich zwar nicht aussuchen, aber man kann ihnen begegnen. Und das tun wir von den unterschiedlichsten Seiten: Wie leben Nachbarn in Andalusien, im Nahen Osten, im Klassenzimmer? Außerdem geht es in der NOIR um Hamster-Missverständnisse, Streber-Opas und plötzlichen Postboten. Ihr lest von den Kriegsnarben in Bosnien-Herzegowina und zwei Studentinnen, die spontan im Westjordanland einen Dokumentarfilm gedreht haben. Besser nicht verpassen.
Viel Spaß beim Lesen! »

Kategorien