Home » Fett » Letzte Artikel:

Von Kurvenwundern und Traumfiguren

von Jessica Christian

Foto: "Roman Henn" / www.jugendfotos.de, CC-Lizenz(by-nc)

Noch nie in der Geschichte der Menschheit hatte Schönheit eine so zentrale Rolle im Leben. Auf übergroßen Plakatwänden lächeln uns perfekte Models in ihrem Designerkleid an. Immer mehr Frauen und mittlerweile auch Männer sind verunsichert über ihr Äußeres und versuchen sich dem Schönheitsideal anzugleichen.  Ein kostspieliger und schweißtreibender Kampf.

Das Schönheitsideal, das die Medien präsentieren: Möglichst schlank, ein schmales Becken, dabei aber einen großen Busen. Für den Normalbürger kaum zu erreichen und anatomisch eine Seltenheit. Geschichtlich gesehen ist das heutige Ideal ziemlich ungewöhnlich. Körperfett war früher ein Privileg der Reichen, ein breites Becken galt als Zeichen von Fruchtbarkeit. Bis zum Beginn des 20. Jahrhundert galten deshalb Frauen als attraktiv, deren Körper mit typisch weiblichen Rundungen ausgestattet war.

So wundert es nicht, dass direkt nach dem Zweiten Weltkrieg, einer Zeit der Hungersnot, Frauen mit weiblichen Kurven, wie Marylin Monroe (Kleidergröße 42), als Traumfrauen galten.  Erst reichlich später, als die Versorgung mit Nahrungsmitteln in der westlichen Welt für alle gesichert war, wurde Schlankheit ein Zeichen von Reichtum. Mittlerweile hat sich die Beziehung zwischen Fett und Vermögen umgekehrt. In den USA ist starkes Übergewicht vor allem ein Problem der Unterschicht.

Schlank sein ist das Ziel, abgrenzen von der  fetten Masse.  Die Unsicherheit über den eigenen Körper wächst immer mehr. Nach einer Studie der Körperpflegeserie Dove finden sich nur zwei Prozent der Frauen „schön“ und fast die Hälfte glaubt, dass ihr Gewicht „zu hoch“ sei. Besonders schockierend: 92 Prozent aller Mädchen würden gerne mindestens einen Aspekt ihres Äußeren ändern, wenn sie die Möglichkeit dazu hätten. Das Unternehmen reagierte mit einer Kampagne, bei der völlig normale Frauen anstelle von Size-Zero-Models vor der Kamera stehen. Im Rahmen der „Initiative für wahre Schönheit“ sollen sie zeigen, dass auch „echte“ Frauen schön sind. Die Resonanz ist erstaunlich gut, begeistert berichtet die Presse vom mutigen Vorstoß des Unternehmens. … weiterlesen

14 Oktober, 2010 Kommentare deaktiviert für Von Kurvenwundern und Traumfiguren

Glücksmacher Schokolade?!

von Benjamin Leiser

Für viele Menschen ist Schokolade ein Dickmacher. Das liegt daran, dass die süße Versuchung reich an Zucker und Fett ist. Doch was ist dran an der Behauptung, dass Schokolade glücklich macht? Tatsächlich haben Wissenschaftler in Schokolade verschiedene Stoffe entdeckt, die sich positiv auf unsere Stimmung auswirken. Zum einen enthält Schokolade die Aminosäure Tryptophan, die im menschlichen Gehirn in den Botenstoff Serotonin umgewandelt wird. Serotonin verursacht gute Laune und hellt unsere Stimmung auf.

Des Weiteren regt das aus den Kakaobohnen stammende Koffein unseren Kreislauf an und löst eine Erhöhung des Blutdrucks aus. Sogar Anandamid, ein ähnlicher Rauschstoff wie er in der Hanfpflanze vorkommt, konnten Forscher in Schokolade nachweisen.

Allerdings ist umstritten, ob Schokolade ein Glücksmacher ist, da die genannten Stoffe nur in sehr geringen Mengen in der Schokolade vorhanden sind. Andere Lebensmittel hingegen, wie zum Beispiel Bananen, Walnüsse und Tomaten enthalten deutlich mehr Serotonin. Diese sind genauso wenig als Glücksmacher bekannt wie Kaffee, der viel mehr Koffein als Schokolade enthält.

9 Februar, 2010 Kein Kommentar

Aktuelle Print-Ausgabe (NOIR 19)

Nachbarn kann man sich zwar nicht aussuchen, aber man kann ihnen begegnen. Und das tun wir von den unterschiedlichsten Seiten: Wie leben Nachbarn in Andalusien, im Nahen Osten, im Klassenzimmer? Außerdem geht es in der NOIR um Hamster-Missverständnisse, Streber-Opas und plötzlichen Postboten. Ihr lest von den Kriegsnarben in Bosnien-Herzegowina und zwei Studentinnen, die spontan im Westjordanland einen Dokumentarfilm gedreht haben. Besser nicht verpassen.
Viel Spaß beim Lesen! »

Kategorien