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„Meinen ersten veröffentlichten Artikel schrieb ich mit 29 Jahren“

von Isabelle Foidl

Milva-Katharina Klöppel (33), Redakteurin der Heilbronner Stimme und Leiterin einer Jugendredaktion erläutert ihren Einstieg in das Berufsleben als Journalistin.

Zu Beginn stellt sich die Frage, ob es überhaupt einen Idealweg zum Journalismus gibt. Klöppel verneint. Es sei wichtig, sich zuerst ein Ziel zu setzen und sich dann daran zu orientieren.

Schon in der Schule sollte man anfangen, sich mit Medien zu beschäftigen. Wenn man die Möglichkeit hat in einer Schülerzeitung mitzuwirken, dann solle man diese Chance auch nutzen, denn so lerne man, Verantwortung zu übernehmen und im Team zu arbeiten.

Zum Thema Studium sagt Klöppel: „Es ist kein Muss Journalismus zu studieren, denn dieses Wissen kann man sich genauso gut bei Praktika, in Seminaren oder auf einer Journalistenschule aneignen.“ Sie selbst studierte Wirtschaftspolitik, obwohl sie sich sicher war, niemals in dem Bereich arbeiten zu wollen.

Praktika seien sehr wichtig, zum Einen für die eigene Erfahrung, die man sammelt, zum Anderen für die Bewerbungsmappe.

Auch Milva-Katharina Klöppel machte einige Praktika: Ihr erstes im Jahr 1998 bei der Bild-Zeitung, ihr zweites jedoch erst 8 Jahre später beim Radio Hamburg. „Bei der Zeitung hat es mir mehr Spaß gemacht, die Arbeit ist kreativer, langlebiger, archivierter.“

Ein Volontariat sei ebenfalls sinnvoll, wobei zwei Jahre aber völlig ausreichend seien.

Seit über einem Jahr arbeitet Klöppel nun für die Heilbronner Stimme, auf die Frage, weshalb ihr der Beruf als Redakteurin so viel Spaß macht, antwortet sie, man komme viel herum und auch über Tabu-Themen könne man schreiben. „Ich finde es immer wieder toll, meinen Namen unter den Artikeln stehen zu sehen, unsere Zeitung hat eine Auflage von einhunderttausend Exemplaren pro Tag und wenn man sich nun einmal vorstellt wie viele Leute täglich meine Artikeln lesen, da bin ich jedes Mal wieder stolz“, so Klöppel.

7 Dezember, 2010 1 Kommentar

Aktuell gibt es "1 Kommentar" für diesen Artikel:

  1. Friedbert sagt:

    Toller Artikel, bringt’s auf den Punkt und gibt gute Tipps!

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