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One Republic in Stuttgart

von Clara Dupper

Ryan Tedder - Foto: Clara Dupper

Die Namen Ryan Tedder, Zach Filkins, Eddie Fisher, Drew Brown oder Brent Kutzle, sind für viele Menschen unbekannt. Songnamen wie „Apologize“ oder „Secrets“ kennt die Mehrheit jedoch. Die Rede ist von der US-amerikanischen Pop-Rockband „One Republic“. Ryan Tedder und Zach Filkins, der spätere Gitarrist der Band, gründeten sie 2002. Der Frontman, Gitarrist, Pianist sowie Songwriter der Band ist Ryan Tedder. Mit zwei Millionen verkauften Alben sowie acht Millionen verkauften Singles hat „One Republic“ mittlerweile bewiesen, zu was sie fähig ist. Der Weg dorthin war jedoch harte Arbeit und nicht schlagartig, wie es Außenstehende teilweise wahrnehmen. Alleine ihre Leidenschaft zur Musik sowie ihr Fleiß haben sie zu diesen Verkaufsrekorden geführt. Eine gute Gelegenheit sich selbst davon zu überzeugen war das Konzert, das sie im Rahmen ihrer Deutschland-Tour im Theaterhaus in Stuttgart gaben.

Als Vorband haben sie die Künstler James O’Neill und Martin Kelly aus Glasgow dabei. Ausgestattet mit Gitarre, Schellentamburin (ein Schellentamburin ist eine einfache Rahmentrommel, die meist aus einem mit Fell bespannten Reif besteht. Dieser ist mit paarweise angeordneten gewölbten Metallplättchen besetzt.) und ihrer beeindruckenden Stimme, lauscht das Publikum ihren ruhigen Gitarrensongs. Melancholische, einprägende Lieder und Melodien sind neben dem Aussehen der zwei wohl auch der Grund wieso viele Konzertbesucher der Einladung der Beiden zum späteren Gespräch in der Lounge des Theaterhauses folgen.

Ryan Tedder, der die Beiden gegen Ende des Konzertes nochmals auf die Bühne holt, gibt ironisch zu, dass er es hasse, dass sie besser aussähen als er selbst. Nach der Vorband drängt das Publikum weiter in Richtung der Bühne, um eine bessere Sicht zu ergattern. Die Aufregung ist zu spüren. Dann geht das Licht aus, die Bühne ist leer. Der Schlagzeuger sucht sich im Dunkeln einen Weg zu seinem Schlagzeug und beginnt zu spielen. Ein paar Sekunden später stürmen die anderen Bandmitglieder auf die Bühne. Ryan Fedder beginnt seine Show. Sofort wird jeder Besucher davon überzeugt, dass Musik sein Leben ist. Die Energie, mit der er sich dem ersten Lied „Everybody loves me“ widmet, ist begeisternd. Jüngere Fans beginnen zu kreischen. Fotokameras werden ausgepackt und auf Fedder gerichtet. Er genießt es im Rampenlicht zu stehen.

Die Band bietet 90 Minuten lang eine mitreißende Leistung. Es werden keine unnötigen Accessoires gebraucht, um den Besucher zu beeindrucken. One Republic überzeugt mit ihrem musikalischen Talent. Tedder bewegt sich auf der Bühne, kommuniziert mit den Fans, spielt Klavier, singt und greift zur Gitarre. Ein Vollblutmusiker eben. Er hat Spaß beim Auftreten und ist ebenso über die Textsicherheit der Fans beeindruckt. „You are amazing“, sagt er immer wieder und verspricht Deutsch lernen zu wollen. „I definetely wanna come back to Germany and I wanna learn german. That‘s a promise to myself.“ Am Ende des Konzerts hatte die Band alle elf Lieder des neuen Albums „Waking up“ gespielt.

Ein gemischtes Publikum, minimale Bühnenkulisse und ihre Musik – mehr braucht One Republic für ein erfolgreiches Konzert nicht.

24 September, 2010 1 Kommentar

Aktuell gibt es "1 Kommentar" für diesen Artikel:

  1. JRo sagt:

    vielen dank, dass ihr ein paar bilder eingestellt habt. ich hatte leider meine kamera nicht dabei, und bin nun sehr glücklich darüber, dass ihr genau DAS bild habt, bei dem er mir zuwinkt, ich stand nämlich genau vor ihm in der ersten reihe und hab zurückgewunken :)
    es war ein klasse konzert mit einem tollen blick auf die bühne

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