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„Trockensack rein und ab in den Schrank.“

von Fabienne Kinzelmann

Foto: Simon Anhorn

Backstage-Räume mitten in einer ehemals königlichen Residenz. Die Bühnenoutfits hängen direkt am barocken Treppenaufgang: Kurz vor ihrem Auftritt beim KSK Music Open im Ludwigsburger Schlossinnenhof haben sich DJ Chino, Johnny Strange und Don Cali von Culcha Candela mit Noir-Online-Autorin Fabienne Kinzelmann und Fotograf Simon Anhorn zum Interview getroffen und redeten über nacktputzende Busfahrer, ihre Trocken-Sack-Beauftragte und warum sie nie jammern.

Im Nebenzimmer haben wir eben, als wir auf euch gewartet haben, eine Art Schrein entdeckt. Wem gehört der?

(Durcheinander) Uns. – Mir! – Was für einen Schrein? – Keine Falschmeldungen, Leute. – Okay, ihm gehört er auch.

Johnny Strange: Er gehört uns allen. Ist sozusagen unser ständiger Begleiter. Überall wo wir hingehen, geht auch der Schrein hin – Wir haben den Schrein von BAP gesehen, der schon 30 Jahre Historie in sich trägt und davor waren wir sehr ehrfürchtig.

Mit was wird er erweitert?

Man kann schon fast sagen: Unrat. (lachen) Diverser Schrott. So Souvenirs und kleine Andenken an Orte, an denen wir waren. Witzige Sachen, einfach Erinnerungen.

Was ist dann so das coolste Souvenir, das darin ist?

(überlegen) Hmmm …

Also, Unterwäsche hab ich zum Beispiel nicht gesehen. Dabei hätte ich grad das erwartet.

Don Cali: Ja, Unterwäsche ist zu groß!

DJ Chino: Es gibt auch so eine Hygiene-Verordnung für den Schrein, da darf halt nichts rein, was verwesen kann.

Don Cali: … oder getragen wurde.

DJ Chino: Und was schlechte Gerüche verbreitet darf auch nicht rein. Die Räucherstäbchen mussten irgendwann auch gehen. Was ganz altes ist unser Dionysos-Kopf, auf unserer ersten Tour eines der ersten Geschenke, die wir reingetan haben.

Johnny Strange: Der Gott der Leidenschaft…

DJ Chino: … der Musik …

Don Cali: … des Saufgelages!

>> Direkt zu den Fotos vom Interview und dem Konzert <<

21 September, 2010 Kommentare deaktiviert für „Trockensack rein und ab in den Schrank.“

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