Home » Kultur »Medien » Aktuell am lesen:

GamesCom – Soziale Netzwerke für Spieler

von Niklas Golitschek

Bild: Screenshot

Erstmals auf der GamesCom 2010 wurden auch Soziale Netzwerke für Spieler präsentiert. Vertreten waren gleich vier Projekte: PlayerPages, Teamsunited, Xchar und Pleyone. Im Prinzip zielen diese Projekte auf die gleichen Themengebiete und Zielgruppen ab, versuchen dies aber auf teilweise komplett unterschiedlichen Wegen. Teamsunited und Pleyone stehen zwar derzeit noch in den Startlöchern und befinden sich in der offenen  Testphase, sind jedoch trotzdem schon in größerem Umfang nutz- und testbar.

PlayerPages lässt sich am ehesten mit Twitter vergleichen. In einem privaten Profil kann der Nutzer seinen eigenen Status bearbeiten, um so der Community zu zeigen was er selbst gerade spielt oder um ihr andere Informationen mitzuteilen. Außerdem ist es in einem Forum möglich sich mit anderen Spielern über die Spiele auszutauschen. Über eine interne Spiele-Datenbank verfügt die Plattform aber nicht.

Teamsunited geht dabei schon einen Schritt weiter: Im eigenen Profil kann der Nutzer durch eine Datenbank angeben, welche Spiele er spielt und welche Charaktere er in den Spielen besitzt. Für Clans und Gilden gibt es sogar die Möglichkeit eigene Gruppen zu erstellen, diese zu verwalten und sich so der Community zu präsentieren.

Xchar ist das älteste der vier Projekte und schon länger online. Es präsentierte sich dieses Jahr jedoch erstmals auf der GamesCom. Ursprünglich war die Plattform nur für World of WarCraft-Spieler gedacht. Dieses Jahr wagten die Verantwortlichen aber ihr Angebot auf andere Spiele zu erweitern und somit alle Videospieler zu erreichen. Das Ziel von Xchar ist es den anderen Nutzern zu zeigen, wer eigentlich hinter dem Charakter im Spiel sitzt und Gruppen eine erleichterte Kommunikation zu bieten. Eine Shoutbox ermöglicht es außerdem sich mit allen anwesenden gleichzeitig zu unterhalten.

Pleyone orientiert sich an der Struktur von Facebook. Der User kann auch hier angeben, welche Spiele er spielt und durch ein individuelles Spiel-Profil bei Bedarf andere Spieler suchen, mit denen er zusammen spielt oder die ihm in Spielabschnitten helfen können. Das Hauptaugenmerk liegt zwar auf Spielen, die auf den Mehrspieler-Modus ausgelegt sind, prinzipiell wird jedoch jedes Spiel unterstützt. Durch ein eigenentwickeltes Programm ist es in manchen Spielen, wie zum Beispiel World of WarCraft, möglich seinen Charakter und dessen Eigenschaften (Ausrüstung, Waffen, etc.) in Echtzeit im eigenen Profil auf Pleyone anzuzeigen. Dadurch soll nicht nur eine spielspezifische, sondern auch eine eigenschaftsspezifische Suche von Mitspielern erreicht werden. Auch das Bilden von Gruppen, Clans und Gilden auf dem Portal ist möglich. Zusätzlich kann sich jeder Pleyone-Nutzer auf einer Landkarte, der sogenannten „PleyMap“, eintragen. Das Ziel dieser Funktion sei es, die Spieler lokal zu vernetzen, sodass eventuell neue Freundschaften aus der Nachbarschaft geschlossen und LAN-Partys besser organisiert werden können, erklärten die Anbieter von Pleyone.

Da Xchar bisher das einzige soziale Netzwerk in diesem Bereich war, das sich langfristig finanzieren konnte, bleibt abzuwarten ob sich weitere Projekte durchsetzen können.

9 September, 2010 Kein Kommentar

Diesen Artikel kommentieren:







Aktuelle Print-Ausgabe (NOIR 19)

Nachbarn kann man sich zwar nicht aussuchen, aber man kann ihnen begegnen. Und das tun wir von den unterschiedlichsten Seiten: Wie leben Nachbarn in Andalusien, im Nahen Osten, im Klassenzimmer? Außerdem geht es in der NOIR um Hamster-Missverständnisse, Streber-Opas und plötzlichen Postboten. Ihr lest von den Kriegsnarben in Bosnien-Herzegowina und zwei Studentinnen, die spontan im Westjordanland einen Dokumentarfilm gedreht haben. Besser nicht verpassen.
Viel Spaß beim Lesen! »

Kategorien