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Großes Abenteuer

von Alexander Schmitz

Hongkong, Tibet, Marokko, Indien, Deutschland – Abenteuer rund um die ganze Welt gibt es in dem Computerspiel Lost Horizon. Hauptcharakter des klassischen Point & Klick Adventures ist Fenton Paddock, ein britischer Ex-Soldat und Pilot, der von kleinen Gaunereien und Schmuggel lebt. Er besteht in den 30er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts  Abenteuer wie Indiana Jones.

Sein bester Freund Richard ist mit seiner Expedition in Tibet verschwunden. Darauf startet Fenton eine Rettungsaktion. Begleitet von Kim, seiner geschwätzigen Ex-Freundin, beginnt er das Abenteuer. Dabei stoßen sie auf Nazis, die nach okkulten Waffen und dem sagenumwobenen Reich Shambala im tibetischen Hochland suchen. Zwischen Fenton, der seinen Freund dort vermutet, und den Nazi-Wissenschaftlern beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit.

In der Rolle von Fenton, teilweise auch in der von Kim, knobelt sich der Spieler durch Rätsel. Er erfährt dabei mehr von der Handlung. Rasante Zwischensequenzen verbinden die vielen detailliert gestalteten Schauplätze. Die sympathischen Charaktere unterhalten mit ihren oft amüsanten Dialogen, untermalt von einer angenehmen Soundkulisse.

Lost Horizon ist ein fesselndes Point & Klick Adventure mit einer atmosphärischen Spielwelt. Es versteht sich als Hommage an das Abenteuerkino und überzeugt mit seinen Details und Rätseln. Zu empfehlen ist es jedem, der gerne knobelt und seine Freude an skurrilen Charakteren hat. „Wir wollen mit Lost Horizon eine ernsthafte und erwachsene Abenteuergeschichte erzählen, bei der aber das ein oder andere Schmunzeln erlaubt ist“, erklärt Chefentwickler Marco Zeugner. Das ist den Entwicklern gelungen. Wer jedoch schnelle Actioneinlagen erwartet, sollte die Finger davon lassen.

(Animation Arts: Lost Horizon, Koch Media GmbH, August 2010)

5 September, 2010 Kein Kommentar

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